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Maria Jonas
Nach dem Oboenstudium an der Musikhochschule Köln und nach einem längeren Aufenthalt
in Venezuela studierte Maria Jonas Gesang bei Monserrat Figueras in Barcelona, bei René
Jacobs an der Schola Cantorum Basiliensis sowie bei Jessica Cash in London. Die Sängerin
arbeitete mit namhaften Alte-Musik-Ensembles zusammen, darunter mit Jordi Savall, mit
Sequentia, mit Alte Musik Dresden, mit der Batzdorfer Hofkapelle, mit der Chursächsischen
Capelle Leipzig und mit La Sfera Armoniosa. In Deutschland konzertiert Maria Jonas häufig
mit dem von ihr gegründeten Monteverdi Ensemble Köln sowie mit dem Lautenisten Stephan
Rath.
Als Solistin wirkte Maria Jonas bei zahlreichen Rundfunk- Fernseh- und CD-Produktionen
mit. Tourneen u.a. mit dem Europäischen Barockorchester unter der Leitung von Roy Goodman
und dem Hilliard Ensemble führten sie durch ganz Europa. In jüngster Zeit hat sich die
Künstlerin verstärkt mit der Oper und mit der zeitgenössischen Musik beschäftigt. Mit
den English Baroque Soloists spielte Maria Jonas in der Partie der 3. Dame unter John
Eliot Gardiner Die Zauberflöte von Mozart ein. Sie gab Gastspiele am
Schauspielhaus Bochum, am Landestheater Neuss, am Teatro Regio di Parma, am Teatro
Comunale di Ferrara, an der Schloßoper Ludwigsburg, am Teatro Real de Madrid sowie am
Teatro Camoes Lissabon.
1998 wurde Maria Jonas zum internationalen Festival Zeitgenössischer Musik Camagüey
nach Kuba eingeladen. In Lissabon und Madrid interpretierte sie die Titelpartie der
jüngsten Oper von Philip Glass, The White Raven, in der Regie von Robert Wilson,
mit der Gruppe Sequentia war Maria Jonas 1998 mit der szenischen Umsetzung des Ordo
Virtutum von Hildegard von Bingen (1098-1179) in den USA auf Tournee. 1999 führte
diese Produktion die Sängerin nach Australien. Seit dem Wintersemester 1999/2000 hat
Maria Jonas Lehraufträge für Historischen Gesang an der Musikhochschule Leipzig und an
der Folkwanghochschule inne. Im Februar 2000 debütierte sie in der New Yorker Carnegie
Hall mit Philip Glass The White Raven unter der musikalischen Leitung von
Dennis Russell Davies.
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